Fuldaer Piraten positionieren sich gegen die städtische Leiharbeitsfirma ProCommunitas

Seit einigen Jahren stellt die Stadt Fulda Arbeitskräfte über die eigene Leiharbeitsfirma ProCommunitas ein, um Kosten einzusparen. In einem virtuellen Meinungsbild [1] haben sich die Fuldaer Piraten nun für eine Einschränkung der Firma ausgesprochen.

"Es kann nicht sein, dass Hausmeister oder Gärtner zu Dumpinglöhnen angestellt werden, obwohl diese einen Vollzeitjob ausüben. Diese Menschen sollen unbefristet angestellt werden, Einsparungen dürfen nicht auf Kosten der Arbeitnehmer stattfinden", sagt Pascal Schneider aus Künzell, der Antragsteller des Meinungsbilds und ergänzt: "Leiharbeit sollte ein Werkzeug für die Stadt bleiben, um zu bestimmten Zeiten flexibel zu sein. Nur hier sollen Saisonarbeiter als Leiharbeiter eingestellt werden dürfen, allerdings zu höheren Löhnen als ihre festangelstellten Kollegen - von Leiharbeitern wird hingegen höchste Flexibilität verlangt, darüber hinaus genießen sie keinen Kündigungsschutz."
 
Das Meinungsbild war konkurrierend zu dem Vorschlag, die Firma komplett abzuschaffen [2]. Mit einer Zustimmung von 73% setzte es sich allerdings mit Abstand durch und ist nun eine gültige Position des Kreisverbands. Das virtuelle Meinungsbild ist eine anonyme Umfrage unter allen Mitgliedern der Piratenpartei Fulda, die es ermöglicht, zwischen Parteitagen Positionen zu beziehen.
 
Alle virtuellen Meinungsbilder können im Wiki der Piratenpartei [3] bzw. auf der Übersichtsseite aller durchgeführten und aktiven Meinungsbilder [4] eingesehen werden.